Fahrradbrillen-Kaufberatung:
So finden Sie das passende Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Fahrradbrillen bieten Radfahrern Schutz vor Fahrtwind, aufgewirbelten Schmutzpartikeln und Sonneneinstrahlung.
  • Unterschiedlich getönte Brillengläser sind für verschiedene Lichtverhältnisse geeignet, da sie – je nach Farbe – für einen Farbausgleich oder stärkere Kontraste sorgen.
  • Es gibt spezielle Gläser, die wasserabweisend sind, einen Beschlag durch kondensiertes Wasser verhindern oder sich automatisch an Lichtverhältnisse anpassen.
  • Rahmen und Gestell sind besonders robust und gleichzeitig möglichst leicht – es gibt aber auch Fahrradbrillen ohne beziehungsweise mit halbem Rahmen.

Schutz für die Augen

Wer mit dem Rad schnell unterwegs ist, braucht eine Fahrradbrille, welche die Augenpartie vor unterschiedlichen Umwelteinflüssen schützt. Fahrtwind, entgegenfliegende Insekten oder aufgewirbelter Staub können Ihnen damit nichts mehr anhaben. Mitunter verfügen die Brillengläser auch über einen UV-Schutz oder sie sind schmutz- und wasserabweisend.

Farbe der Gläser

Dunkle Brillengläser sorgen dafür, dass Sie weniger stark von der Sonne geblendet werden. Die Farbe sagt nichts darüber aus, wie gut die Gläser vor UV-Strahlung schützen – hier kann eine helle Tönung durchaus besseren Schutz bieten als eine graue oder dunkelblaue. Achten Sie auf die Bezeichnung UV400. Sie gibt an, dass Sie mit den entsprechenden Gläsern vor UV-Strahlen geschützt sind, die im schädlichen Spektrum liegen.

Die Farbe der Brillengläser gibt jedoch Aufschluss darüber, für welche Lichtverhältnisse sie geeignet sind, damit NutzerInnen möglichst wenig in ihrer Wahrnehmung gestört sind. Dunkle Gläser, etwa in Grau, lassen die Augen bei starkem Sonnenlicht ein wenig entspannen. Auch bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen werden die Augen nicht so stark belastet – zum Beispiel bei Fahren durch Waldgebiete, wenn das Licht flackert. Das unterstützt Sie in Ihrer Aufmerksamkeit und ist besonders bei rasanten Fahrten ein wichtiger Faktor. Blau sorgt für einen Farbausgleich bei starker Bewölkung und grauem Himmel. Gläser in Gelb oder Orange bieten stärkere Kontraste und sind bei Fahrten im Wald oder bei Dämmerlicht gut geeignet.

nasse Fahrradbrille liegt auf einem Stein

Die Tönungen werden in der Stärke aufsteigend mit einem Wert von S0 bis S4 gekennzeichnet. Letztere sind so stark getönt, dass sie nur für extreme Umgebungen geeignet sind, in denen die Sonne in Kombination mit einer Wasseroberfläche, Schnee oder Sand besonders stark blendet. Für den Straßenverkehr sind Brillengläser mit einer S4-Tönung nicht zugelassen.

Eigenschaften der Gläser

Je nachdem, in welchem Gelände oder unter welchen Umständen Sie die Fahrradbrille nutzen wollen, sind verschiedene Eigenschaften vorteilhaft. Kratz- und bruchfeste Gläser sind in jedem Fall sinnvoll, da es immer zu einem Sturz kommen kann. Wenn die Gläser dabei nicht zerspringen können, sind Ihre Augen vor Splittern geschützt. Aber auch vor Schmutz und kleinen Steinchen, die unschöne Kratzer hinterlassen, sollten stabile Gläser geschützt sein.

Form der Brillengläser Fahrradbrillen sind sehr breit und die Gläser zu den äußeren Seiten hin leicht gebogen, sodass sie den gesamten Bereich rund um die Augen schützen. So können sie auch den Fahrtwind seitlich ableiten.

Manche Gläser verfügen nicht nur über eine Tönung, sondern passen diese auch automatisch an die sich ändernden Lichtverhältnisse an. Bei wechselhaftem Wetter oder Fahrten, die teilweise im Schatten stattfinden, ist das besonders praktisch. Es dauert in der Regel nur wenige Sekunden, bis sich die Tönung auf die neuen Lichtverhältnisse eingestellt hat.

Es gibt Beschichtungen für Fahrradbrillen, die auf eine Vielzahl an potenziellen Sichtbehinderungen eine Antwort haben. Hydrophobe Gläser sorgen dafür, dass sich Regentropfen nicht auf der Oberfläche ansammeln, sondern einfach abperlen. Oleophobe Gläser sind resistent gegen Fette und Öle und müssen seltener gereinigt werden. Eine spezielle Anti-Fog-Beschichtung verhindert, dass die Gläser beschlagen. Wasser, das bei hoher Luftfeuchtigkeit kondensieren und die Sicht beeinträchtigen würde, verläuft stattdessen zu einem flachen Film.

Wer im Alltag eine Brille trägt, hat selbstverständlich auch die Möglichkeit, seine Fahrradbrille mit Gläsern mit Sehstärke auszustatten. Diese Investition will aber aufgrund der hohen Anschaffungskosten wohl überlegt sein; für Gelegenheitssportler könnte es sich mehr rentieren, auf eine Kombination aus gewöhnlicher Fahrradbrille und Kontaktlinsen zurückzugreifen.

Verschiedene Rahmentypen

Ob halber Rahmen, rahmenlos oder komplett umrahmt – bei Fahrradbrillen haben Sie die freie Auswahl und können individuell relevante Vor- und Nachteile abwägen. Die Gläser von Halbrand- beziehungsweise rahmenlosen Modellen können schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Außerdem verfügen Sie über ein Sichtfeld, das in den Augenwinkeln nicht vom Rahmen gestört wird. Fahrradbrillen mit Rahmen sind dafür in der Regel stabiler und bieten besseren Schutz vor äußeren Gegebenheiten wie Regen oder Wind.

Der Rahmen der Fahrradbrille ist darauf ausgelegt, möglichst leicht zu sein und ein angenehmes Tragegefühl zu gewährleisten. Gleichzeitig soll er stabil sein, damit er lange hält und eventuellen Schäden verlässlich vorgebeugt wird. Daher sind die Rahmen oft aus einem Kunststoff wie Polycarbonat und einer Leichtmetalllegierung gefertigt.

Person trägt Fahrradbrille beim Radfahren

Auf guten Sitz achten

Im Idealfall passt sich die Brille Ihrer Kopfform und Augenpartie an, ohne dass Sie viel nachjustieren müssen. Die Bügel mit Endstücken aus Gummi liegen über den Ohren an, ohne zu verrutschen und zu drücken. Auch wenn sich der Druck nur leicht und zunächst nicht besonders störend anfühlt, kann er auf einer längeren Fahrt unangenehm werden.

Achten Sie bei der Wahl der passenden Brille auch darauf, dass Sie gleichzeitig mit dem Schutzhelm getragen wird und dementsprechend beide Komponenten passen müssen. Besonders große Brillen könnten an die Unterkante des Helms anstoßen, was dazu führt, dass sie verrutschen und nicht mehr ergonomischen auf der Augenpartie aufliegen.

Optimale Brillenpflege

Benutzen Sie immer ein gesondertes Brillenputztuch aus Mikrofaser, um die Gläser der Fahrradbrille zu reinigen. So entfernen Sie Fett- oder Wasserflecken problemlos, ohne dass Sie die Oberfläche beschädigen. Das könnte passieren, wenn Sie ein zu raues Tuch nutzen – dazu gehören Taschen- oder Baumwolltücher. Eine Anti-Fog-Beschichtung muss zusätzlich mit einem speziellen Mittel gepflegt und aufgefrischt werden; ansonsten verringert sich der Schutz mit der Zeit nach und nach.


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