Laserdrucker-Kaufberatung:
So finden Sie das passende Produkt
- Das Wichtigste in Kürze
- Laserdrucker eignen sich gleichermaßen für Menschen, die viel drucken, in hoher Stückzahl drucken oder auch nur selten drucken.
- Verbraucher haben die Wahl zwischen der Monochrom-Laser-, der Farblaser- und der LED-Drucktechnologie.
- Neben einer Standardausstattung bieten viele Modelle Extras, die den Büroalltag oder verschiedenste Aufgaben im Privatgebrauch deutlich erleichtern.
- Bereits vor dem Kauf muss der Nutzer seinen spezifischen Bedarf und die entstehenden Folgekosten für Tinte, Toner und Papier abwägen.
Laserdrucker – beliebt wie nie zuvor
Der fortschreitenden Digitalisierung zum Trotz sind wir von der Utopie des papierlosen Büros weiter entfernt denn je. Mit 250 Kilogramm pro Jahr und Kopf verbrauchen wir Deutsche nach den Luxemburgern am meisten Papier von allen Staaten Europas. Das jährliche Druckvolumen in den deutschen Büros und Privathaushalten hält sich auf einem hohen Niveau. Laserdrucker und Multifunktionsgeräte mit Laserdruckeinheit stehen dabei so hoch im Kurs wie lange nicht mehr, was die seit 2015 steigenden Verkaufszahlen belegen. Doch worauf gründet diese Beliebtheit gerade der Laserdrucker?
Welche Vorteile bieten Laserdrucker?
Bei reinem Textausdruck sind Laserdrucker hinsichtlich der Qualität und Geschwindigkeit nicht zu übertreffen. Die Vorteile der Laser-Drucktechnologie gegenüber anderen Drucktechnologien, allen voran der Tintenstrahl-Technologie, sind zahlreich:
| Pro | Kontra |
| Hohe Kantenschärfe und geringes Ausbluten feiner Konturen | Geräte aufgrund der vielen Bauteile vergleichsweise groß |
| Hoher Grad der Schwärzentiefe | Farbraum und Kontraststufen beim Fotodruck oft schlechter als beim Tintenstrahldrucker |
| Hoher Seitendurchsatz | Höherer Anschaffungspreis |
| Geringe Druckkosten pro Seite | Höherer Energieverbrauch |
| Höhere Lebenserwartung als Tintenstrahldrucker | Eventuell Rasterung sichtbar |
| Toner hat meist höhere Reichweite als Tintenpatronen | Kein Randlosdruck |
| Unempfindlichkeit gegenüber verschiedenen Papiersorten | Nur Druck auf biegsame und hitzeresistente Bedruckstoffe möglich |
| Ausdrucke resistent gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit | |
| Längere Standzeiten ohne Wartung möglich (keine Düsen, die eintrocknen könnten) |
Unterlegen sind Laserdrucker guten Tintenstrahlmodellen wiederum beim Fotodruck auf Spezialpapier. Argumente, die hier gegen Laserdrucker beim Fotodruck ins Feld geführt werden, sind fehlende Tiefenwirkung, fehlende Farbechtheit und eine sichtbare Rasterung. Allerdings haben moderne Farblaserdrucker und vor allem LED-Drucker gerade in diesem Bereich deutlich aufgeholt und stehen so manchem Tintenstrahlmodell auch in diesem Aspekt in nichts mehr nach. Gerade wer farbige Ausdrucke in hoher Stückzahl erstellen möchte, ist mit einem Farblaserdrucker in aller Regel besser beraten als mit einem Tintenstrahlmodell.
Ein zunächst gewichtig erscheinendes Argument gegen einen Laserdrucker ist der deutlich höhere Anschaffungspreis im Vergleich zu Tintenstrahldruckern. Dieses Argument ist allerdings schnell zu entkräften, amortisiert sich doch der hohe Anschaffungspreis zum einen durch die günstigeren Kosten pro gedruckter Seite und zum anderen durch die Langlebigkeit sowie geringen Wartungskosten relativ schnell.
Für wen lohnt sich ein Laserdrucker?
Die Vorteile eines Laserdruckers, gerade gegenüber einem Tintenstrahlmodell, lassen erkennen, für welchen Verbrauchertyp und für welchen Verwendungszweck Laserdrucker sich vor allem empfehlen:
- Selten-Drucker: Während Tintenstrahlmodelle eintrocknen, bleiben Laserdrucker auch nach längeren Ruhezeiten stets wartungsfrei einsatzbereit.
- Häufig-Drucker: Wer regelmäßig viele Seiten druckt, ganz gleich, ob in Farbe oder monochrom, spart bereits nach kurzer Zeit Kosten für Druckmittel. Da Toner eine höhere Kapazität als die meisten Druckerpatronen aufweisen, müssen sie seltener gewechselt werden.
- Viel-Drucker: Laserdrucker haben einen höheren Seitendrucksatz als Tintenstrahldrucker und bewältigen somit große Druckaufträge deutlich schneller.
An einem guten Laser-Drucker für den Gebrauch im Büro oder im Home-Office führt also kaum ein Weg vorbei.
Was sind Laserdrucker und wie funktionieren sie?
Ein Laserdrucker erstellt Ausdrucke unter Anwendung des sogenannten Elektrofotografie-Verfahrens. Das Druckverfahren basiert dabei auf der Verwendung von trockenem Toner, dem Tonerpulver. Deshalb nennt man dieses Verfahren auch Xerox-Verfahren oder Xerografie, was, frei übersetzt aus dem Griechischen, soviel wie „trocken schreiben“ bedeutet.
Geschichte am Rande
Als Erfinder des Laserdruckers gilt der amerikanische Ingenieur Gary Starkweather. Ihm gelingt 1973 im kalifornischen Palo Alto im Auftrag der Firma Xerox durch die Modulierung von Laserstrahlen die Entwicklung des ersten Laserdruckers. Der Firmenname Xerox leitet sich dabei von der Bezeichnung des Druckverfahrens, der Xerografie, ab. Dieses Trockendruckverfahren existiert bereits seit 1950.
Xerografie – Das Druckverfahren des Laserdruckers
Das zentrale Bauteil eines Laserdruckers ist die Bildtrommel. Diese ist beschichtet mit einem Photoleiter. Geht ein Druckauftrag ein, wird der Photoleiter mit einer negativen elektrostatischen Ladung versehen. Ein Laserstrahl, gesteuert und gelenkt durch einen Controller, trifft, nachdem er durch einen Spiegel reflektiert wurde, auf die den Photoleiter und löscht dabei diese negative Ladung an den Stellen, wo später Farbe auf das Papier aufgetragen werden soll. Dort, wo schwarze Buchstaben erscheinen sollen, löscht der Laser die Ladung vollständig, wo ein Grauton entstehen soll, löscht er sie teilweise. Die Bildtrommel trägt nun also ein Abbild des Druckbildes.
Die Bildtrommel dreht sich dabei und bringt den Photoleiter in Kontakt mit dem Tonerpulver. Da das Tonerpulver die gleiche elektrostatische Ladung wie die Bildtrommel aufweist, haftet es ausschließlich an den ungeladenen und abgeschwächt geladenen Stellen. Über ein Transferband gelangt der Toner in Kontakt mit dem Druckerpapier. Unter dem Papier erzeugt der Drucker eine starke positive elektrostatische Ladung, die den Toner zum Überspringen vom Photoleiter auf das Papier veranlasst. Zuletzt durchläuft das Papier eine zirka 180 bis 200 Grad Celsius heiße Walze, die Papier und Toner unter Druck miteinander verklebt.

Typischer Aufbau eines Laserdruckers:
- (1) Controller
- (2) Spiegel
- (3) Laserstrahl
- (4) Bildtrommel
- (5) Toner
- (6) Papiereinzugswalzen
- (7) Fixiereinheit
Laserdrucker zählen zu den Seitendruckern, da sie sowohl die Belichtung als auch den Druck einer Seite in einem Durchlauf vornehmen und die zu druckenden Zeichen und Grafiken als Ganzes auf das zu bedruckende Medium, also das Papier oder die Folie, übertragen. Tintenstrahldrucker hingegen übertragen das Druckbild Zeile für Zeile nacheinander.
Mono-Laserdrucker
Im Mono-Laserdrucker (von monochrom – einfarbig) übernimmt ein einzelner Laserstrahl die Löschung der Ladung und damit das Erstellen des Druckbildes. Der Laserstrahl wird durch eine komplizierte Spiegelanordnung Zeile für Zeile über den Photoleiter geführt. Die komplexe und fragile Spiegelanordnung macht den Mono-Laserdrucker zum einen etwas anfälliger für Defekte, zum anderen, im Vergleich zum LED-Drucker, aufgrund des langen Weges, den der Laserstrahl zurücklegen muss, langsam.
Farblaser-Drucker
Der Farblaser-Drucker bedient sich des identischen Prinzips wie der Mono-Laserdrucker, nur mit dem Unterschied, dass sich der gesamte Vorgang viermal vollziehen muss, nämlich einmal separat für jede
Grundfarbe des CMYK-Farbspektrums. Um den Eindruck einer Farbe zu erwecken, rastern Farblaser das Druckbild, das heißt, ein Farbpunkt besteht aus mehreren eng beieinander liegenden Punkten
verschiedener Farben. Es existieren zwei verschiedene Varianten des Bildtrommeleinsatzes, die sich nicht nur hinsichtlich der Technologie, sondern auch hinsichtlich der Druckgeschwindigkeit sowie der Folgekosten erheblich voneinander unterscheiden:
- Revolversystem: Dies ist das einfachere System, in dem das Papier einmal pro Farbe dieselbe Bildtrommel passiert. Für jede Farbe wird der Photoleiter mit dem entsprechenden CMYK-Farb-Teilbild belichtet. Daher dauert der Druck auch viermal so lange wie beim Monochromdruck.
- Inlinesystem: Dieses System verfügt über eine Sequenz an vier unabhängigen Bildtrommeln, je eine pro Farbe. Oft sind die Bildtrommeln direkt in die Tonerkassetten integriert. Das Papier passiert nacheinander alle Bildtrommeln und nimmt dabei sukzessive alle Farben auf. Der Farbdruck dauert somit kaum länger als ein monochromer Druck und geschieht in einem Durchlauf, weshalb dies auch Single-Pass-Technologie bezeichnet wird.
Das CMYK-Farbmodell
Dieses Farbmodell ist die Grundlage für den modernen Vierfarbdruck. Das Akronym steht für die drei Farbbestandteile Cyan, Magenta und Yellow. „K“ steht für „Key“, was den Schwarzanteil bezeichnet.
LED-Drucker
Die von Casio Mitte der 1990er Jahre entwickelten LED-Drucker zählen im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls zu den Laserdruckern. Streng genommen ist dies jedoch nicht korrekt, da nicht ein Laser als Lichtquelle zur Löschung der Ladung des Photoleiters dient, sondern eine Leuchtdioden-Zeile. Dadurch entfällt beim LED-Drucker auch die Notwendigkeit einer Spiegelanordnung, was ihn zuverlässiger und in der Herstellung sogar günstiger als Laser-Modelle macht. Die LED-Zeile ist so breit wie die Vorlage, wodurch sie die gesamte Seitenbreite gleichzeitig belichtet. Damit ist der LED-Drucker auch schneller als ein herkömmlicher Laserdrucker. Selbst Farbdrucke überträgt er in einem einzelnen Schritt in Single-Pass-Technologie auf das Papier.
Worauf muss ich beim Kauf eines Laserdruckers achten?
Drucker oder MuFuG?
Sowohl Mono-Laser- und Farblaser- als auch LED-Drucker gibt es als Einzelgeräte oder als Multifunktionsgeräte. Multifunktionseinheiten, auch abkürzend MuFu oder MuFuG genannt, verfügen in der 3-in-1-Variante über einen Scanner, der gleichzeitig das Kopieren mit dem Gerät ermöglicht, in der 4-in-1-Version zusätzlich noch über eine Faxfunktion.
Wer also ohnehin über die Anschaffung eines neuen Laserdruckers nachdenkt, tut gut daran, die praktischen und kompakten Alleskönner in seine Überlegungen miteinzubeziehen. In der Regel sind die Kombigeräte deutlich platzsparender und auch günstiger als Einzelgeräte.
Druckauflösung
Wer seinen Laserdrucker nicht ausschließlich für Textausdrucke verwenden, sondern auch die ein oder andere Grafik ausgeben lassen möchte, sollte auf eine möglichst gute Auflösung achten. Diese wird in der Einheit dpi angegeben. Sie steht für „Dots per Inch“, also Bildpunkte pro Zoll (2,54 cm). Eine höhere Auflösung ist meist an einen höheren Gerätepreis gebunden. Als grobe Orientierung und Faustregel gilt:
- Für die klare Darstellung von Texten ist eine Auflösung von 600 x 600 dpi vollkommen ausreichend.
- Für Grafiken und aufwendigere Bilder ist eine Auflösung von mindestens 1.200 x 1.200 dpi zu empfehlen, um eine erkennbare Rasterung zu vermeiden.
Alles eine Frage der Kapazitäten: Speicher, Prozessor und Papierfach
Soll der Drucker von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, wie es beispielsweise bei der Verwendung im Büro der Fall ist, sollten Käufer darauf achten, dass der Drucker über ausreichend interne Speicherkapazität für die Druckaufträge verfügt. Ein Mono-Laserdrucker sollte über 64 oder 128 Megabyte Arbeitsspeicher verfügen, falls er ab und an auch PowerPoint-Folien ausgeben soll. Farblaserdrucker sollten über Arbeitsspeicher von mindestens 256 Megabyte verfügen. Druckermodelle der Mittelklasse erlauben mitunter auch die nachträgliche Erweiterung der Speicherkapazität.
Arbeitsspeicherbedarf
Etwa 1 MB RAM benötigt der Drucker für eine Schwarz-Weiß-Seite bei 300 dpi Auflösung. Bei 600 dpi Auflösung vervierfacht sich der Arbeitsspeicher-Bedarf auf 4 MB RAM.
Der verbaute Prozessor sollte möglichst schnell sein, damit der Drucker in der Lage ist, auch größere Druckaufträge zügig abzuarbeiten, ohne dass ein Stau entsteht.
Diese Aspekte sind gerade bei Laserdruckern von entscheidender Bedeutung, da es sich um Seitendrucker handelt. Das heißt, der Drucker empfängt zunächst alle Druckdaten vollständig und beginnt erst nach der vollständigen Übermittlung aller Daten mit dem Ausdruck.
Gehen regelmäßig viele (oder viele Seiten umfassende) Aufträge ein, muss der Drucker über ein ausreichend großes Papierfach verfügen. Gerade Laserdrucker bieten jedoch oft auch die Möglichkeit, zusätzliche Papierkassetten nachträglich im Baukastenprinzip zu installieren.
Druckgeschwindigkeit
Die Druckgeschwindigkeit eines Druckers wird in Seiten pro Minute angegeben. Ein hoher Seitendrucksatz macht sich bei Druckern schnell im Preis bemerkbar. Für Privatnutzer und für die Verwendung im Home-Office lohnt es sich also vorab abzuschätzen, wie schnell das Gerät wirklich operieren können muss.
Viele Modelle sind in unterschiedlichen Varianten mit verschiedenen Druckgeschwindigkeiten erhältlich. Hier lässt sich mitunter einiges beim Anschaffungspreis einsparen. Differieren die Druckzeiten bei Farblaserdruckern pro Seite zwischen monochromem Druck und Farbdruck nicht oder nur geringfügig, ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich um einen Single-Pass-Drucker handelt.
Laserdrucker benötigen stets einige Zeit zum Aufwärmen der Fixiereinheit. Neben der Druckzeit einer Seite pro Minute ist demzufolge auch die Angabe der Zeit bis zur Ausgabe der ersten Seite einen vergleichenden Blick wert.
Verfügt der Drucker über eine Duplexeinheit, kann dies gerade für den Gebrauch im Büro eine deutliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis bedeuten. Duplexdrucker bedrucken beide Seiten eines Blattes selbstständig, ohne dass ein manuelles Wenden der Seite notwendig wäre.
Folgekosten
Wer viel druckt, sollte neben den verfügbaren Kapazitäten noch weniger auf den Anschaffungspreis, sondern vielmehr auf die zu erwartenden Folgekosten achten. Folgekosten bei Laserdruckern setzen sich zusammen aus Kosten für Ersatz und Nachkauf von:
- Tonerkartuschen,
- Bildtrommeln und
- Bedruckstoffe (Papier oder Folien).
Es ist also angeraten, sich vor der Kaufentscheidung über diese Kosten zu informieren. Jeder Hersteller bietet für verschiedene Modelle natürlich verschiedene Tonerarten in verschiedenen Größen zu den entsprechenden Preisen.

In vielen Single-Pass-Druckern bilden Trommeln und Tonerkassetten jeweils ein Bauteil. Diese sind im Nachkauf meist teurer als separate Bildtrommeln und Kassetten. Da in Laserdruckern meist Einweg-Bildtrommeln verbaut werden, sind auch diese ein Austauschprodukt. Sie müssen je nach Modell nach etwa 5.000 Seiten ausgetauscht werden.
Energieverbrauch
Wegen des aufwendigen Druckverfahrens benötigen Laserdrucker eine beträchtliche Menge an Energie, was sich im Stromverbrauch niederschlägt. Gerade in der Aufheizphase kann der Stromverbrauch eines Laserdruckers temporär auf bis zu 1.000 Watt ansteigen. Daher ist der Energieverbrauch des Geräts durchaus ein Faktor, der bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen ist. Für den Heimgebrauch ist jedoch der Stromverbrauch im Betrieb weniger ausschlaggebend als der Verbrauch im Standby- oder Ruhemodus. Einige Geräte verbrauchen auch hier noch relativ viel Energie, andere sind deutlich sparsamer.
| Drucker-Modell | Druckertyp | Druckmodus | Bereitschaft | Sleep-Modus |
|---|---|---|---|---|
| Brother HL-2250DN | Monochrom | 495 W | 65 W | 0,9 W |
| Samsung ML-2525W | Monochrom | 360 W | 60 W | 7 W |
| HP LaserJet P1102W | Farblaser | 370 W | 2,7 W | 2 W |
| Epson AcuLaser C1700 | Farblaser | 285 W | 66 W | 5 W |
Konnektivität und Schnittstellen
Die rasante Entwicklung mobiler Technologien macht natürlich auch vor der Branche der Druckerhersteller nicht halt. Diese reagieren in Form funktionaler Anpassungen ihrer Druckermodelle. Laserdrucker sind daher heute in aller Regel netzwerkfähig und verfügen über eine Reihe an Konnektivitätsoptionen und verschiedenen Schnittstellen. WLAN, Wi-Fi Direct oder Bluetooth-fähige Geräte bieten mehreren Nutzern gleichzeitig die Möglichkeit, den Drucker von überall in der Wohnung oder im Büro anzusteuern und ihm Druckaufträge zu übermitteln. Das Drucken direkt vom Smartphone ermöglichen NFC, Apple AirPrint und die herstellereigenen Drucker-Apps. Cloud-fähige Geräte sind gar von überall aus zu bedienen, sodass Nutzer auch unterwegs in der Lage sind, dem heimischen Laserdrucker Aufträge zu erteilen.
Was ist bei der Verwendung eines Laserdruckers zu beachten?
Wer sich für den Kauf eines Laserdruckers entscheidet, sollte bei der Verwendung und im täglichen Gebrauch einige grundlegende Dinge beachten, um die Lebensdauer des Druckers möglichst hoch und die Betriebskosten möglichst klein zu halten.
Den Stromverbrauch in Grenzen halten
Einige Drucker erlauben das Anpassen der Betriebszustände Druckmodus, Bereitschaftsmodus und Sleep-Modus an individuelles Verhalten. Der Nutzer kann in diesem Fall selbst beeinflussen, nach wie vielen Minuten nach abgeschlossenem Druckauftrag der Drucker in den Energiesparmodus übergehen soll.
Um den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten jedoch generell so gering wie möglich zu halten, empfiehlt es sich, den Drucker bei absehbarer Nichtbenutzung über längere Zeiträume stets vom Stromnetz zu trennen. Sollten in regelmäßigen Abständen kleinere Druckaufträge anfallen, ist es ratsam, mehrere dieser Aufträge zu sammeln und einmal gebündelt „abzuarbeiten“, um den Drucker nur einmal in den energieaufwendigen Aufwärmprozess versetzen zu müssen.
Längere Betriebsdauer nur mit Originaltoner?

Die Herstellerangaben zur Reichweite der Toner entsprechen meist nicht der Realität. Je nach Modell sollen Toner zwischen 1.000 und 7.500 Seiten bedrucken können. Diese Angabe bezieht sich jedoch auf eine ISO-Seite, die zu maximal fünf Prozent bedruckt ist. Enthält eine Seite eine Grafik, sind meist bereits fünf bis fünfzehn Prozent bedruckt.
Ab Kauf enthalten Drucker meist bereits ein Starter-Kit an Tonerkartuschen. Diese bieten jedoch in aller Regel nicht die maximal mögliche Reichweite, da sie nur teilweise befüllt sind. Leider lassen sich Tonerkartuschen nicht wie Tintenpatronen selbst nachfüllen. Zwar empfehlen Hersteller die Verwendung der herstellereigenen Tonerkartuschen, doch bieten Drittanbieter auch sogenannte „Rebuilt“-Toner an. Dies sind wiederaufbereitete Tonerkartuschen, die den Originalen hinsichtlich Qualität und Reichweite in Nichts nachstehen und günstiger zu erstehen sind.
Augen auf beim Papierkauf
Technologiebedingt eignen sich Laserdrucker nicht zur Verwendung jedes beliebigen Druckerpapiers oder Folien. Beschichtetes Fotopapier beispielsweise, das sich zum Fotodruck mit Tintenstrahldruckern empfiehlt, würde aufgrund der hohen Hitzeentwicklung im Laserdrucker schmelzen und den Drucker ruinieren. Gleiches gilt für viele Sorten von Folien. Daher sollte der Nutzer darauf achten, ausschließlich für Laserdrucker geeignete Bedruckstoffe zu verwenden. Dazu zählen recyceltes Papier, Kopierpapier, gestrichenes Laserdruckpapier sowie spezielle hitzeunempfindliche Folien.
Wer hat Laserdrucker getestet?
Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Laserdrucker-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.
Auf dem Testportal der Stiftung Warentest haben sich inzwischen 196 Drucker angesammelt. Erst kürzlich kamen 13 neue Laserdrucker von Brother, Canon, HP und Ricoh hinzu. Darunter befanden sich zwölf Schwarz-Weiß-Drucker sowie ein Farblaser-Kombidrucker von Brother. Fünf Testmodelle können nur drucken und sieben Geräte sind zusätzlich mit einer Scan- und Kopierfunktion ausgestattet. Die reinen Drucker wurden in den Testkategorien
- Drucken (die Qualität von Text, Farbseiten und Fotos, die Wasser- und Lichtbeständigkeit und die Geschwindigkeit)
- Tinten- oder Tonerkosten,
- Handhabung (die Gebrauchsanleitung, die Inbetriebnahme, die Bedienung sowie der Patronenwechsel und die Wartung),
- Vielseitigkeit und
- Umwelteigenschaften (der Stromverbrauch, der Geräuschpegel sowie die Konstruktion und Verarbeitung)
untersucht. Bei den Multifunktionsgeräten prüften die Tester außerdem die Disziplinen Kopieren und Scannen.
Von den insgesamt 97 Laserdruckern in der Test-Datenbank der Stiftung Warentest erhielten 42 Testmodelle das Testurteil „Gut“, 54 das Testprädikat „Befriedigend“ und eines lediglich ein „Ausreichend“. Testsieger unter den Farblaser-Multifunktionsdruckern (seit 2017) wurden der i-Sensys MF633Cdw und der i-Sensys MF635Cx von Canon, jeweils mit der Testnote 2,5. Bei den Schwarzweißlaser-Multifunktionsdruckern (seit 2017) siegte der HP Laserjet Pro MFP M148fdw mit der Testnote 2,4. In der Kategorie Farblaserdrucker (seit 2017) ergatterte der Canon i-Sensys LBP613Cdw mit der Testnote 2,3 den Testsieger-Thron. Erstplatzierter der Schwarzweißlaserdrucker (seit 2017) wurde der HP Laserjet Pro M203dw mit der Testnote 2,4.
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